Arpeggios & Zupfmuster Bibliothek

Meistere die P-i-m-a Anschlagshand-Technik mit echten Akkorden und Metronom

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P-i-m-a Finger

  • PDaumen (Basssaiten 6, 5, 4)
  • iZeigefinger (3. Saite G)
  • mMittelfinger (2. Saite H/B)
  • aRingfinger (1. Saite E)

4/4 · Einsteiger

Aufsteigendes Grundarpeggio (P - i - m - a)

Das grundlegende Anschlagmuster der rechten Hand. Es fördert die Unabhängigkeit des Daumens von den drei Diskant-Saiten, die vom Zeigefinger, Mittelfinger und Ringfinger gespielt werden.

68BPM
CAmFG
  1. P5
  2. i3
  3. m2
  4. a1
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP321

Technischer Tipp: Halte deine Fingerknöchel ruhig und zupfe die Diskant-Saiten, indem du die Finger leicht zur Handfläche führst, ohne das Handgelenk anzuspannen.

4/4 · Mittelstufe

Aufsteigend mit Doppeldaumen (P - P - i - m - a)

Der Daumen schlägt zwei Bass-Saiten an, bevor die Diskant-Saiten von den Fingern gezupft werden, wodurch ein doppelter tiefer Anker entsteht, der im Folk und Country weit verbreitet ist.

66BPM
GEmCD
  1. P6
  2. P5
  3. i3
  4. m2
  5. a1
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6P213

Technischer Tipp: Achte darauf, dass beide Daumenanschläge das gleiche Gewicht haben, bevor die Diskant-Saiten von den Fingern gezupft werden.

3/4 · Mittelstufe

Arpeggierter Dreiklang 3/4 (P - i - m - a - i)

Ein Fünf-Noten-Arpeggio für den Dreiertakt. Der Zeigefinger kehrt am Ende zurück, um einen sanften, kreisförmigen Zyklus zu erzeugen.

72BPM
CGAmEm
  1. P5
  2. i3
  3. m2
  4. a1
  5. i3
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP321

Technischer Tipp: Die fünfte Note (die Rückkehr des Zeigefingers) sollte sanfter sein als die anderen, um ein natürliches Gefühl des Abschlusses zu erzeugen.

4/4 · Obere Mittelstufe

Übersprungene Saiten (P - i - a - m)

Eine Variante, die die 2. Saite überspringt, wodurch ein größeres Intervall zwischen Zeigefinger und Ringfinger entsteht. Sie fördert die Präzision der rechten Hand.

64BPM
EADE
  1. P6
  2. i3
  3. a1
  4. m2
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6P231

Technischer Tipp: Wenn du von der 3. zur 1. Saite springst, achte darauf, dass der Ringfinger die 2. Saite auf dem Weg nicht berührt.

6/8 · Mittelstufe

Erweiterter Fächer 6/8 (P - i - m - a - m - a)

Ein erweitertes Arpeggio im zusammengesetzten Takt, bei dem sich Ringfinger und Mittelfinger am Ende wiederholen, wodurch ein heller Fächer-Effekt entsteht.

60BPM
DGAD
  1. P4
  2. i3
  3. m2
  4. a1
  5. m2
  6. a1
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5xP6xP132

Technischer Tipp: Die letzten beiden Noten (m-a) sollten wie ein sanftes Echo des Höhepunkts klingen, nicht wie ein neuer Akzent.

4/4 · Einsteiger

Klassisches absteigendes Arpeggio (P - a - m - i)

Eine umgekehrte harmonische Kaskade. Der Daumen spielt den Grundton, und Ringfinger, Mittelfinger und Zeigefinger bewegen sich fächerförmig zur Handfläche hinab.

68BPM
AmDmE7Am
  1. P5
  2. a1
  3. m2
  4. i3
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP231

Technischer Tipp: Kontrolliere den Ringfinger, damit er die erste Saite nicht zu hart anschlägt; der Anschlag sollte sanft sein.

6/8 · Mittelstufe

Romantische Kaskade (P - a - m - i - m - a)

Ein absteigendes Arpeggio mit einem aufsteigenden Rücklauf. Es erzeugt eine Kaskade, die wieder aufsteigt, häufig in romantischen Stücken und Nocturnes.

58BPM
EmCGD
  1. P6
  2. a1
  3. m2
  4. i3
  5. m2
  6. a1
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6P12

Technischer Tipp: Der Rücklauf (m-a) sollte als natürliche Fortsetzung der Kaskade fließen, nicht als neuer Akzent.

3/4 · Mittelstufe

Abstieg in Sexten (P - a - m - i)

Ein absteigendes Arpeggio im Dreiertakt, das die Sexte zwischen Bass und Diskant hervorhebt und harmonische Fülle hinzufügt.

62BPM
DA7BmG
  1. P4
  2. a1
  3. m2
  4. i3
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5xP6xP132

Technischer Tipp: Achte auf das Intervall zwischen dem Bass und der ersten Saite: diese Distanz definiert die harmonische Farbe.

4/4 · Fortgeschritten

Flamenco-/Rumba-Abstieg (P - a - m - i - P)

Ein Flamenco-Muster, bei dem der Daumen den Takt mit einem zweiten Bass-Anschlag abschließt, was die charakteristische Kadenz von Rumba und Bulerías ergibt.

76BPM
EFGF
  1. P6
  2. a1
  3. m2
  4. i3
  5. P5
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6P231

Technischer Tipp: Der zweite Daumen-Anschlag sollte trocken und fest sein, ein rhythmischer Akzent, der den Takt abschließt.

3/4 · Mittelstufe

Langsamer Walzer-Abstieg (P - a - m - i - P - i)

Eine langsame, melancholische Version des absteigenden Musters mit einem doppelten Bass und einem Zeigefinger-Rücklauf, der den Walzerzyklus abschließt.

54BPM
BmEmF#7Bm
  1. P5
  2. a1
  3. m2
  4. i3
  5. P4
  6. i3
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP14432

Technischer Tipp: Halte das Tempo strikt langsam (50-60 BPM), damit jede Note Zeit hat, zu klingen und natürlich auszuklingen.

3/4 · Mittelstufe

Balladen- und Walzer-Arpeggio (P - i - m - a - m - i)

Eine kontinuierliche Hin- und Her-Kaskade. Es ist eines der meistgenutzten Arpeggios in akustischen Balladen, Andenmusik und Filmmusiken.

60BPM
EmGCD
  1. P6
  2. i3
  3. m2
  4. a1
  5. m2
  6. i3
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6P12

Technischer Tipp: Halte den Rücklauf (m - i) so gleichmäßig und sanft wie den Aufstieg (i - m - a).

6/8 · Mittelstufe

Folk-Rock-Ballade im Fächer (6/8)

Ein kontinuierliches Fächer-Arpeggio, typisch für die großen Folk-Rock-Balladen der 1960er und 70er Jahre.

64BPM
AmCDF
  1. P5
  2. i3
  3. m2
  4. a1
  5. m2
  6. i3
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP231

Technischer Tipp: Betone leicht den ersten Schlag (Daumen) und den vierten Schlag (Ringfinger), um die beiden Pole des 6/8 Taktes zu markieren.

3/4 · Mittelstufe

Traditioneller Criollo-Walzer 3/4 (P - i - m - a - m - i)

Das peruanische und südamerikanische Criollo-Walzer-Arpeggio: dasselbe Wellenmuster in einem langsameren, nostalgischeren Tempo.

56BPM
AmE7A7Dm
  1. P5
  2. i3
  3. m2
  4. a1
  5. m2
  6. i3
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP231

Technischer Tipp: Der Criollo-Walzer erfordert ein perfektes Legato: Jede Note sollte nahtlos in die nächste übergehen, ohne hörbare Lücken.

4/4 · Mittelstufe

Pop-Ballade 4/4 (P - i - m - i - a - m)

Ein modernes Pop-Balladen-Muster, bei dem der Zeigefinger zwischen Mittel- und Ringfinger zurückkehrt und so den rollenden Effekt erzeugt, der im zeitgenössischen Pop zu hören ist.

70BPM
CGAmF
  1. P5
  2. i3
  3. m2
  4. i3
  5. a1
  6. m2
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP321

Technischer Tipp: Die Rückkehr des Zeigefingers auf der 4. Note erzeugt eine subtile Synkope. Betone sie nicht; sie sollte wie eine kontinuierliche Welle klingen.

6/8 · Obere Mittelstufe

Andante cantabile von Carcassi (P - i - m - i - a - m)

Ein akademisches Muster aus Matteo Carcassis Methode (Op. 59). Der Zeigefinger fungiert als zentraler Drehpunkt zwischen der 2. und 1. Saite.

58BPM
CG7AmEm
  1. P5
  2. i3
  3. m2
  4. i3
  5. a1
  6. m2
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP321

Technischer Tipp: Der Zeigefinger ist die Achse: Er muss jedes Mal, wenn er zur 3. Saite zurückkehrt, mit der gleichen Stärke zupfen.

3/4 · Mittelstufe

Etüde op. 1 Nr. 1 von Mauro Giuliani (P - i - m / P - i - m)

Der klassische technische Eckpfeiler der Methode von 1812. Er fördert die Unabhängigkeit des Daumens bei alternierenden Bässen, während Zeigefinger und Mittelfinger einen gleichmäßigen Puls beibehalten.

80BPM
CG7CF
  1. P5
  2. i3
  3. m2
  4. P4
  5. i3
  6. m2
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP321

Technischer Tipp: Übereile die zweite Gruppe von drei Noten nicht. Halte den Puls mit einem Metronom bei 70 BPM.

3/4 · Spanische Klassik

Klassische anonyme Romanze (P+a · m · i)

Ein Wahrzeichen der spanischen Gitarre. Die Melodie singt auf der 1. Saite, während der Daumen den Bass markiert.

76BPM
EmB7EmE
  1. P + a6+1
  2. m2
  3. i3
  4. a1
  5. m2
  6. i3
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6P12

Technischer Tipp: Hebe die erste Saite (Ringfinger) leicht hervor, damit die Melodie über dem inneren Arpeggio hervorsticht.

4/4 · Folk / Akustik

Folk-Travis-Picking im Wechselbass (P - m - P - i)

Eine legendäre Folk-, Country- und Akustik-Rock-Technik. Der Daumen hält einen alternierenden Bass, während die Finger die Melodie synkopieren.

84BPM
CGAmE
  1. P5
  2. m2
  3. P4
  4. i3
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP321

Technischer Tipp: Der Schlüssel zum Travis Picking ist ein Daumen, der wie ein gleichmäßiges menschliches Metronom arbeitet.

3/4 · Fortgeschritten

Klassisches spanisches Tremolo (P - a - m - i)

Der Höhepunkt der spanischen Klassikschule (Tárrega). Der Daumen markiert den Bass, während a, m und i dieselbe Saite wiederholen, um eine singende Stimme zu imitieren.

60BPM
AmE7AmDm
  1. P5
  2. a1
  3. m1
  4. i1
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5P6xP231

Technischer Tipp: Beginne bei 50 BPM, mit dem Ziel, eine völlig gleichmäßige Lautstärke zwischen a, m und i zu erreichen.

2/4 · Fortgeschritten

Synkopierter Bossa-Nova-Groove (João Gilberto)

Die brasilianische Synkope, die die Musik des 20. Jahrhunderts veränderte. Der Daumen markiert den Surdo-Puls, während i, m und a auf dem Offbeat zupfen.

72BPM
Dm7G7Cmaj7A7
  1. P4
  2. i+m+a3+2+1
  3. P–
  4. i+m+a3+2+1
Bund 1Bund 2Bund 3Bund 4Bund 51a2m3i4P5xP6xP312

Technischer Tipp: Das Geheimnis der Bossa Nova ist das Gleichgewicht: ein weicher, runder Bass und drei Finger, die wie ein kleines Bläsertrio zupfen.

So geht’s

Wie man die Arpeggio-Technik und P-i-m-a liest

Ein Arpeggio spielt die Noten eines Akkordes einzeln an, anstatt alle gleichzeitig. Bei der klassischen und akustischen Gitarre hat jeder Finger der rechten Hand seine Saite.

Dies ist die P-i-m-a-Methode.

  1. Welcher Finger welche Saite spielt

    • P ist der Daumen. Er spielt die Basssaiten, 6., 5. und 4. Saite, und markiert den Bass jedes Akkordes.
    • i ist der Zeigefinger. Er spielt normalerweise die 3. Saite, G.
    • m ist der Mittelfinger. Er spielt normalerweise die 2. Saite, H.
    • a ist der Ringfinger. Er spielt normalerweise die 1. Saite, hohes E.
  2. Wohin das Arpeggio geht

    • Aufsteigend. Zuerst erklingt der Bass und die Finger bewegen sich von den tiefen zu den hohen Saiten, P - i - m - a.
    • Absteigend. Nach dem Bass kehren die Finger von den hohen Saiten zur Mitte zurück, P - a - m - i.
    • Gemischt oder zirkulär. Es geht auf und ab, zum Beispiel P - i - m - a - m - i. Dies ist die Grundlage vieler klassischer Balladen und des akustischen Pop.
  3. Wie man die Hand positioniert

    Halte die Knöchel ruhig und zupfe jede Saite aus dem Fingergelenk. Lass jede Note klingen, damit sich alle zu einem sauberen Akkord verbinden.